Das wünsche ich niemandem
Das wünsche ich niemandem
Am 25.3.25 bemerkte ich abends bei meiner Galgo Hündin eine erschwerte Atmung, weshalb ich, trotzdem der Hund munter und aktiv war den Notdienst der AniCura Klinik Hollabrunn aufsuchte. Im Vorfeld informierte ich meine behandelnde Tierärztin - ebenfalls AniCura, leider ohne Notdienst - um mich nach Diagnosestellung mit ihr abzusprechen. Die anwesende Ärztin in HL teilte mir nach dem röntgen mit, dass mein Hund an einen Pneumo Thorax leidet und punktiert gehört. Meine ausdrückliche Bitte, die Röntgenbilder vorher meiner Tierärztin zu übermitteln wurde mit der Begründung von Zeitdurck abgelehnt. Mein mehrmaliges Angebot, das Risiko der Verzögerung ( eine halbe Minute oder eine Minute, wie lange braucht man in HL um ein Bild weiter zu leiten?) zu übernehmen wurde abgelehnt. Ich stellte darauf hin mehrmals klar, dass ich meine Zustimmung zu diesem Eingriff ausschließlich unter der Voraussetzung der absoluten Schmerzfreiheit des Hundes gebe. Fr. Dr. H. garantierte mir diese durch eine ausreichende Sedierung, Narkose wurde trotz angebotener Übernahme des Risikos meinerseits mit nicht nötig abgeleht. Dr. H. begann und nach rund einer halben Stunde hörte ich meinen Hund schreien, aber nicht einen normalen Schrei, sondern ein schreien das in ein langgezogenes brüllen überging. Nachdem das wieder und wieder erfolgte rief ich am Gang nach Dr. H. und bis sie irgendwann kam musste ich das schreien und brüllen weiter hören. Als sie erschien verlangte ich erneut eine ausreichende Sedierung - so wie sie es im Vorfeld garantiert hatte - oder im Notfall auch eine Narkose für die ich abermals anbot das Risiko zu tragen, auch schriftlich, die weitere Behandlung ohne ausreichende Sedierung und schmerzfreiheit ablehne. Dr. H hörte mir zu, antwortete mit einem einfachen Ja und ging. Unglaublich, aber Dr. H. machte einfach weiter wie vorher, völlig unberührt dessen, dass ich das unter den gegebenen Umständen abgelehnt habe. Wieder und wieder schrie und brüllte mein Hund, ich schrie auf diesem endlosen Gang nach der Ärztin aber sie kam nicht mehr, machte noch rund eine halbe Stunde weiter. Als sie endlich erschien erhielt ich die Info, dass die Punktion nichts nützt und eine OP nötig ist. Ich bestand darauf meinen Hund sofort zu sehen und fand einen vollkommen fertigen, panischen und verängstigen Hund vor der nur noch flüchten wollte. Die Versorgung mit Sauerstoff war eindeutig dieser Tortour geschuldet. Da die Op von einer anderen Ärztin durchgeführt werden würde war ich froh, meinen Hund endlich in anderen Händen zu wissen. Jetzt war doch eine Narkose möglich, mein Hund wurde operiert und Drainagen wurden gesetzt. Am nächsten Tag, Mittwoch erhielt ich die telefonische Auskunft, dass es meiner Hündin gut geht und sie frisst. Gleiche Auskunft am nächsten Tag, Donnerstag. An diesem Tag durfte ich den Hund besuchen und mich traf fast der Schlag. Von "dem Hund geht es gut" waren wir weit entfernt - selbst unter Berücksichtigung der Umstände. Während meines 2 stündigen Aufenthalts versuchte meine Hündin mehrmals sich hinzulegen was nicht möglich war, da sie schon beim kleinsten Versuch ein Bein zu knicken erbärmlich aufschrie. Mein Eindruck war, dass die rechte Drainage so schmerzte, dass sie deshalb nur stehen konnte. Wie lange konnte mein Hund schon nicht liegen? Seit der OP? Unfassbar, warum hat das niemand gesehen? Da sich der Zustand nicht gebessert hat wurde für Freitag ein CT vereinbart. Freitag durfte ich meinen Hund vor dem CT noch mal sehen und erhielt auch die Info, dass der Hund seit HEUTE frisst. Heute? Mir wurde seit zwei Tagen gesagt dass sie frisst!! Dass ich meinen Hund bei einem schlechten Ergebnis des CT nicht mehr aus der Narkose aufwachen lassen werde wurde im Vorfeld besprochen, umso unmenschlicher war es, dass ich bei der Narkose nicht dabei sein durfte und das letzte, das mein Hund gesehen hat fremde Menschen waren. Leider war das CT sehr schlecht und ich musste meinen Hund wirklich gehen lassen. Meine schriftliche Bitte, mir die CT Bilder zukommen zu lassen blieb einfach unbeantwortet. Erst nach Anforderung meiner Tierarztpraxis zwei Wochen später wurden diese geschickt. Ich musste dann aber erfahren, dass es keinen CT Befund gibt, begründet mit dem Hinweis, dass dieser ja auch nicht verrechnet wurde. Dass ich nicht mal gefragt oder darauf hingewiesen wurde, dass ich einen Befund extra verlangen muss ist ebenso unverständlich wie alles andere das abgelaufen ist. Ich habe innerhalb von 10 Wochen 4100 Euro Behandlungskosten an AniCura bezahlt und ja, ich hätte auch den Befund bezahlt, nur sagen hätte man es mir müssen. Mein Fazit: Nie wieder würde ich einen meiner Hund dieser Klinik ausliefern.



