VORSICHT BEI BETTERCALLSOUF AUSTRALIEN
Meine Erfahrung mit Better Call Souf im letzten Jahr war leider sehr enttäuschend. Ich bin damals alleine nach Australien geflogen und habe mich für den Service entschieden, weil sehr deutlich vermittelt wurde, dass man zu 100 % vor der Einreise einen Job bekommt. Bei mir war das leider nicht der Fall. Ich kam ohne Job in Perth an und musste dort noch etwa zwei Wochen auf eigene Kosten bleiben, bevor ich durch eigene Initiative einen Job gefunden habe.
Auch die beworbene „Professional Summary“ war für mich keine wirkliche Jobvermittlung. Im Endeffekt bekommt man einen CV bzw. eine kurze Zusammenfassung und soll diese selbst in Facebook-Gruppen posten. Meinen späteren Job habe ich letztendlich durch eigene Kontakte und Eigeninitiative vor Ort gefunden. Beim CV wurden teilweise sogar Tätigkeiten angegeben, die ich so nie gemacht hatte, was ich sehr problematisch finde.
Auch mit Aussagen wie „99 % bekommen eine Unterkunft“ wird auf Website und Instagram geworben. Meine Erfahrung und Gespräche mit anderen Backpackern vor Ort waren allerdings, dass Unterkünfte teilweise sehr teuer oder gar nicht vorhanden waren. Solche Zahlen sollte man meiner Meinung nach deshalb kritisch hinterfragen.
Die Zahlung von knapp 400 € über PayPal „Freunde und Familie“ fand ich ebenfalls problematisch. Als Grund wurden gesparte Gebühren genannt, gleichzeitig entfällt dadurch aber der Käuferschutz.
Insgesamt war meine Erfahrung sehr negativ. Für den Preis und aufgrund der vorherigen Versprechen hatte ich deutlich mehr Unterstützung und vor allem eine tatsächliche Jobvermittlung erwartet. Persönlich würde ich nach dieser Erfahrung eher eine professionelle Organisation wählen oder die Vorbereitung selbst organisieren.

