Meine Umschulung seit 2025
Ich habe meine Umschulung 2025 zum Fachinformatiker gestartet. Das Beratungsgespräch war an sich ganz gut. Mir wurden zu jeder Frage Auskunft erteilt und allgemein hörte sich das Konzept durchdacht an. Die bittere Realität kam anschließend.
Ich habe keine Ahnung, wie es bei den anderen Bildungsträgern aussieht, doch habe ich noch nie etwas so unorganisiertes gesehen wie die EVB. Man hat das Gefühl, dass das einzige was hier gut klappt, die Rechnungsstellung ist.
Fangen wir damit an, dass man die Unterrichtspläne ab der zweiten Woche in den Müll schmeißen kann. Es gibt permanent Änderungen, die sehr häufig mit den Umschülern nicht kommuniziert werden. Somit ist es keine Seltenheit, dass man im Unterrichtsraum stundenlang wartet.
Die Dozenten haben gar keine Bezug zur Informatik. Es sind Mediengestalter, Studienabbrecher, Kaufleute usw. dabei. Der einzige richtige Informatiker, ist ein externer Dozent, der auch bei anderen Bildungsträgern unterrichtet. Dementsprechend ist die Qualität der Wissensvermittlung schlecht. Es wird einfach nur vom Skript abgelesen. Sobald man eine Frage stellt, die nur einen Millimeter von dem Skript abweicht, kann keine Antwort gegeben werden und man verweist allen Ernstes auf ChatGPT.
KI scheint hier generell eine große Rolle zu spielen. Wenn man irgendeinen Teil des Skriptes in ZeroGPT eingibt, erhält man oft das Ergebnis, dass es zu fast 100 % mit KI generiert wurde. Das merkt man auch an den Übungen. Die Übungsaufgaben zum Programmieren enthalten so oft Halluzinationen, dass z. B. ein Codebeispiel Befehle oder Schlüsselwörter enthält, die es in der Unterrichteten Sprache gar nicht gibt. Sobald man es im Editor eingibt, wird fast alles rot unterstrichen.
Auch am Verhalten der Dozenten merkt man, dass diese von der Resterampe eingesammelt wurden. Sobald sich jemand beschwert, werden oft Äußerungen getätigt, die unter die Gürtellinie gehen. Als Standardantwort erhält man oft sinngemäß "Sie können gerne jederzeit zu einem anderen Bildungsträger gehen. Rechnen Sie aber damit, dass sie große Probleme mit dem Jobcenter bekommen werden." Es wird den Leuten einfach nur Angst gemacht, denn manche von denen haben lange gekämpft, bis man ihnen einen Bildungsgutschein ausgestellt hat.
Zu den Standorten will man eigentlich nichts sagen. Die sind verlassen und unbetreut. Der Staub sammelt sich schon überall, Toiletten werden nicht gereinigt, allgemein findet keine Reinigung statt. Die Technik ist veraltet. Ihr müsst euch mal vorstellen, dass Informatiker einen Laptop mit 8 GB Ram erhalten und einen i3. Da hat man echt Spaß eine VM zu starten. Mäuse oder externe Tastaturen sind teilweise kaputt und werden auch nach mehreren Anfragen nicht ersetzt. Fast jeder Umschüler muss seine privaten Sachen verwenden, um irgendeinen Mindeststandard für sich selbst zu erfüllen.
In dem Erstgespräch wird einem auch versprochen, dass man Unterstützung für seine Praktikumssuche bekommt, da die EVB mit mehreren anderen Unternehmen in Kontakt steht und schnell vermitteln kann. Wie ihr es euch bereits denken könnt, stimmt das nicht. Es gibt kein Netzwerk. Also so gar keins. Das mag auch nicht unbedingt ein riesiges Problem sein, doch werden damit auch Umschüler gelockt, deren Deutsch maximal B1-Niveau entspricht. Diese sind natürlich auf eine Unterstützung angewiesen.
Generell merkt man, dass die Gruppen einen sehr hohen Anteil an Migranten haben. Das ist ja auch kein Problem, nicht dass ich hier missverstanden werde. Das Problem besteht darin, dass auch Menschen aufgenommen werden, deren Sprachniveau bei weitem nichts ausreicht, um an einer Umschulung teilzunehmen. Also ich rede jetzt nicht davon, dass man die Artikel falsch verwendet. Ich rede davon, dass an den Umschulungen Menschen teilnehmen, die auch ganz einfache Aufgaben nur dann lösen bzw. überhaupt verstehen können, wenn sie es vorher in ihre Muttersprache übersetzt haben. Das wird aber spätestens bei der IHK-Prüfung zum Problem, denn diese wird von deutschen Muttersprachlern für deutsche Muttersprachler entwickelt.
Lasst einfach die Finger von der EVB.
20. Jänner 2026
Bewertung ohne vorherige Einladung