Ich habe mich auf eine Wohnung in…
Ich habe mich auf eine Wohnung in Geesthacht beworben, die von Pipping Immobilien über Immowelt angeboten wurde. Wichtig zu wissen: Eine einfache Anfrage über Portale wie ImmoScout24 oder Immowelt reicht nicht aus. Man muss sich über einen speziellen Link bewerben und in einem separaten Portal eine Vielzahl sensibler Unterlagen hochladen – darunter Gehaltsnachweise, Schufa-Auskunft und weitere Dokumente.
Obwohl der Makler behauptet, dass das Hochladen dieser Unterlagen freiwillig sei, hat man faktisch keine andere Wahl. Ohne vollständige Unterlagen kommt man im Bewerbungsprozess überhaupt nicht weiter. Das ist aus Datenschutzsicht höchst problematisch: Man wird praktisch freiwillig gezwungen, sämtliche persönlichen Daten an Drittanbieter weiterzugeben – andernfalls hat man keine Chance.
Und jetzt kommt der interessanteste Teil der Geschichte:
Die Wohnung wurde am 05.06.2025 am Nachmittag online gestellt. Ich habe mich am 06.06.2025 über den bereitgestellten Link mit allen erforderlichen Unterlagen beworben. Daraufhin erhielt ich lediglich eine standardisierte Eingangsbestätigung.
Am 12.06.2025 rief ich bei Pipping Immobilien an und fragte nach der Möglichkeit, die Wohnung zu besichtigen oder direkt zu mieten. Laut Frau Heeschen, die für die Vermietung zuständig ist (rund um Hamburg), hätten die Besichtigungen bereits stattgefunden.
Das wirft einige Fragen auf:
Wie kann es sein, dass die Wohnung am 05.06. eingestellt wurde, meine Bewerbung bereits am 06.06. einging, und trotzdem schon Besichtigungen abgeschlossen sein sollen – obwohl zwischen dem 07.06. und 09.06. ein verlängertes Feiertagswochenende lag (09.06. war ein Feiertag)?
Wie sollen in dieser kurzen Zeitspanne:
1. alle Bewerbungen eingegangen,
2. sorgfältig geprüft,
3. verglichen,
4. ausgewählt worden sein,
5. und zusätzlich noch Besichtigungstermine mit dem aktuellen Mieter koordiniert worden sein (die Wohnung ist erst ab dem 01.09.2025 verfügbar)?
Wenn das Ganze in einem anderen Land mit hoher Effizienz und Geschwindigkeit abgelaufen wäre, könnte ich es glauben. Aber aus meiner Erfahrung in der Immobilienbranche in Deutschland erscheint dieser Ablauf äußerst fragwürdig.
Wenn man sich dann noch über diesen Prozess beschwert oder Kritik äußert, kommt das bei Pipping Immobilien offensichtlich nicht gut an. Möchte man mit dem Geschäftsführer Herrn Roskothen sprechen, wird dies abgeblockt – er sei ständig unterwegs und nicht erreichbar. Wenn man es dennoch versucht, nimmt seine Assistentin den Anruf entgegen und stellt direkt die Gegenfrage: „Warum wollen Sie sich überhaupt beschweren?“
Das Immobiliengeschäft ist nicht transparent – im Gegenteil: Es läuft zu viel hinter verschlossenen Türen. Von Anfang an werden sehr sensible Daten von den Bewerbern verlangt, ohne dass ersichtlich ist, ob und wie sie überhaupt berücksichtigt werden. Man wird weder eingeladen noch erhält man Rückmeldung.
Das System ist krank und kaputt.
Es braucht dringend eine Schlichtungsstelle für Immobilienpraktiken im Vermietungsgeschäft. Die Abläufe müssen überwacht und klar geregelt werden. Persönliche und sensible Daten dürfen erst nach einer Besichtigung angefragt werden – nicht vorher. Andernfalls entsteht der Eindruck, dass hier lediglich eine Datenbank mit sensiblen Informationen aufgebaut wird, ohne echte Absicht, faire Mietprozesse zu gewährleisten.

Antwort von PIPPING Immobilien
