Ich erhielt unerwartet eine E-Mail, in der behauptet wurde, ich besäße ein ruhendes Han
Ich erhielt unerwartet eine E-Mail, in der behauptet wurde, ich besäße ein ruhendes Handelskonto auf dieser Plattform, das in den letzten drei Jahren erhebliche Gewinne erwirtschaftet hatte. Die Nachricht enthielt einen direkten Link zu einem Dashboard mit einem Kontostand von über 112.000 €, der zum Zeitpunkt der E-Mail völlig legitim erschien. Um die Gelder freizugeben und abzuheben, verlangte die Website eine Vorauszahlung von 15 % für die Einhaltung der Vorschriften und die internationale Steuerabwicklung. Ich überwies den geforderten Betrag in Kryptowährung, in der Annahme, die Auszahlung würde sofort erfolgen. Mein Zugang zum Dashboard wurde jedoch anschließend gesperrt, und mir wurde klar, dass das Ganze ein Betrug war. Ich erstattete Anzeige bei der örtlichen Polizei, die mir jedoch mitteilte, dass sie aufgrund der Offshore-Transaktionen nichts unternehmen könne. Daraufhin stellte ich meine Kommunikationsprotokolle zusammen und erstattete Anzeige. Mein Fall wurde an 𝓓𝓸𝐪𝐬𝐞 weitergeleitet, eine Organisation, die mit globalen Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeitet. Die Bearbeitung dauerte von Anfang bis Ende genau elf Wochen. Während des Formalitätenprozesses kam es zu einer langwierigen Verzögerung, da mein amtlicher Personalausweis von einem Standesbeamten beglaubigt werden musste, bevor das Portal zur Identitätsprüfung meine Angaben akzeptierte. Gestern erhielt ich einen Verfahrensbericht mit Details zur Lösung des Problems. Dank der Zusammenarbeit grenzüberschreitender Behörden wurden die beschlagnahmten Vermögenswerte der Plattform liquidiert, und meine Ersteinzahlungen werden derzeit auf mein Bankkonto zurücküberwiesen.
