Unprofessionell, übergriffig, keine Coachingkompetenz
Im Nachhinein gab es sehr viele Red Flags, die mich davon abhalten hätten müssen, an diesem "Coaching" teilzunehmen. Die Standortleiterin stellte sich als unmaskierte Autistin vor und stellte unqualifizierte Fragen zu persönlichen Traumata und psychischen Gesundheit nur um sich eine Minute später darüber aufzuregen, dass die Leute, die dort hinkommen, ständig über ihre Schwierigkeiten und Traumata reden würden. Absolut unempathische, aggressive, übergriffige und arrogante Person. Da ich das eigentlich Coaching aber mit ihrem Partner haben sollte, der zunächst sehr sympathisch war, dachte ich ich kann das irgendwie wegstecken, weil ich so einen großen Wunsch hatte von Menschen beraten zu werden, die von Neurodivergenz Ahnung haben. Als ich ihr beim nächsten Mal das Feedback geben wollte (sie wollte Feedback haben - aber Achtung, das ist eine Falle), dass dieses Boren in Traumata zu viel war beim ersten Gespräch, wurde sie extrem defensiv und gab mir die Schuld - ich hätte Stopp sagen können und das ihr schon aufgefallen wäre, dass ich sehr gestresst war und sie hätte sich schon gewundert, dass ich nichts gesagt hatte. (Konnte ich nicht, ich war in einer Freeze/Fawn-Response gefangen - so etwas weiß man, wenn man geschult ist im Umgang mit Traumatisierten Menschen). Im Verlauf des "Coachings" platzte sie in Sitzungen rein, um ungefragt ihre Meinung loszuwerden, sie wertete mich ab, meine Spezialinteressen, mein Aussehen, meine Körperhaltung, meine Hautfärbung (ich habe chronische Nackenschmerzen und werde schnell rot im Gesicht). Das alles würde bedeuten, ich sei arrogant und aufmüpfig. Sie hörte mir nicht einmal zu, so dass ich alles aufgeschrieben habe, worum es mir geht bei dem Coaching, das lies sie aber nie durch. Sie empfahl mir Jobs, für die ich aufgrund meiner sensorischen Besonderheiten niemals geeignet wäre und die komplett gegen meine Bedürfnisse und Stärken gingen, obwohl ich bereits mit dem eigentliche Coach einen passenden Beruf herausgefunden hatte. Den fand sie aber "langweilig", weil sie mal "ein Semester über das Thema" in ihrem Studium vor 20 Jahren hatte. Mir wurde versucht einzureden, dass mein Mann mich manipuliert bei meiner Berufswahl (tat er nicht). Jedes Mal, wenn ich eine Frage hatte wurde ich belächelt und teilweise nachgeäfft und meine Gesichtsausdrücke und Emotionen kommentiert. Sie ließ mich nicht ausreden, redete über mich drüber und hörte nicht zu - immer mit einer selbstgefälligen Grimasse auf den Lippen. Immer wieder drückte sie mir ihre unqualifizierte "Meinung" aggressiv auf, die einfach nur auf Projektion ihrerseits beruhte und nicht auf meinen Stärken und Bedürfnissen. Sie machten einen Persönlichkeitstest, den sie dann nie benutzen für das "Coaching". Zur Kröhnung machten wir am Ende noch ein Fotoshooting, das sie nutze, um mein Aussehen, meine Haarfarbe, meinen Körper abzuwerten. Sie wollte, dass ich während des Shootings an mein Kind denke, fand den Namen aber zu schwer auszusprechen und erfand einfach einen "einfacheren" Namen. Die Fotos waren SCHRECKLICH, ganz schlimm, unfassbar unvorteilhaft, man sieht genau, wie unwohl ich mich fühlte. Nach dieser ganzen Shitshow wurde mir dann angeordnet mich ausdrücklich für die tollen Fotos zu bedanken und am Ende am letzten Tag musste ich vor der Nase meines "Coaches" eine ausgedruckte PAPIER-Google-Review-Form ausfüllen. Hätte ich die ganze Zeit nicht eine Riesenangst gehabt, dass mir beim Arbeitsamt Steine in den Weg gelegt werden werden, hätte ich das Ganze längst abgebrochen (zum Glück, denn Anderen ist anscheinend genau so etwas passiert). Zum Glück habe ich ein gefestigtes Selbstbild, sonst hätte mich dieser emotionale Missbrauch dort auch im Nachhinein noch richtig heftig runtergezogen. Es wurde im Übrigen öfter mal über andere Kunden hergezogen und so Sachen gesagt: "Die steht eh gleich wieder auf der Matte""Die kommen eh immer wieder zurück, weil sie es nicht hinkriegen". Das heißt also wortwörtlich, das Job-Coaching ist so schlecht, dass es kaum Erfolgsgeschichten gibt. Kein Wunder wenn man abgewertet und unter Druck gesetzt wird, schreckliche Bewerbungsfotos gemacht werden und Lebensläufe im Stil der 2000er Jahre hingeklatscht werden. Die Standortleiterin und ihr "Coach" haben beide kein bzw. keine relevante LinkedIn-Präsenz und helfen einem dabei auch nicht. Ganz schlimme Erfahrung als neurodivergente Person mal wieder bloß in eine Schablone des Funktionierens gedrückt zu werden, nicht ernstgenommen zu werden und wie ein Fehler im System behandelt zu werden - als hätte man das nicht bereits tagtäglich erlebt. Unfassbar, vulnerable Personen so auszunutzen und bloßzustellen.








