Das ein Winterdienst notwendig ist
Das ein Winterdienst notwendig ist, sehe ich ein. Was ich nicht einsehe, ist, das schon um 5 Uhr morgens, ein Traktor mit Schneepflug direkt vor meinem Fenster den Schnee räumt. Und um viertel vor sechs seine Räumschaufel auf den Asphalt herunterkrachen läßt, damit auch ja jeder wach ist.
Der glaubte wohl, nur weil er schon um 4 Uhr aufsteht, müßte auch der noch schlafende Teil der Bevölkerung aufgeweckt werden. Ich empfand das als eine Unverschämtheit.
Zum Bürgerservice. Die jungen Damen am Empfang arbeiten korrekt, aber mit einer Einstellung mir gegenüber, die in mir den Wunsch hochkommen läßt, schnellsten wieder zu verschwinden.
Ob man momentan Zutritt zu den MitarbeiterInnen hat, weiß ich nicht. Eine ganz Weile lang jedenfalls nicht. Da wurde man von einer Dame im Vorraum in einem kleinen Häuschen sitzend abgefangen und gefragt, was man wolle.
Wenn man Glück hatte, kam der oder die Mitarbeiterin und half einem weiter. Das Wohnamt ist von einer Dame besetzt, die bei jedem, der sie kennt, Furcht und Schrecken auslöst. Ihre eiskalte Einstellung gegenüber Wohnungssuchenden ist berühmt und berüchtigt. Ich hoffe, das sie bald in Pension geht.
Die anderen MitarbeiterInnen sind, soweit ich sie kenne, in Ordnung und man kann sich getrost an sie wenden.
Nun noch etwas zur Stadtpolizei, die ebenfalls im Rathaus residiert. Ich habe mit ihnen schon seit mehr als 20 Jahren zu tun. Es ging stets um betrunkene Nachbarn, um Leute, die um zwei Uhr nachts randalierten und um eine Slowenin (eine Narzisstin vor dem Herrn), die nicht die geringste Rücksicht auf mich als Nachbarn nahm und das neun lange Jahre. Wenn ich die Stadtpolizei rief, war natürlich immer alles ganz ruhig. Sie unterhielten sich ein wenig mit den Leuten und gingen dann wieder. Oft genug fing gleich, nachdem sie fort waren, der Lärm von vorne an.
Ich erinnere mich an einen Vorfall, der mir geradezu grotesk erschien. Eines späten Abends sah ich mir einen Film im Fernsehen an, der bis 22.30 Uhr lief und ging dann ins Bett. Kaum lag ich in den Federn, war die ganze Wohnung voll Rauch. Ich sprang auf, um nachzusehen, ob ich vergessen hatte, die Herdplatten auszuschalten. Das war nicht der Fall und ich rieß alle Fenster auf. Dann flüchtete ich ins Stiegenhaus.
Ich rief die Feuerwehr an und wer erschien? Die Polizei und nicht die Feuerwehr. Die Beamten amtshandelten und riefen erst ihrerseits die Feuerwehr. Durch meine schnelle Reaktion kam ich ohne Rauchgasvergiftung davon. Das sich die Polizei auch um Schwelbrände kümmert, nahm ich mit Ärger zur Kenntniss.
Doch nicht nur das. Die Stadtpolizei verkündete mir bei meinen Beschwerden, es gäbe keinen Lärm und traten in einer Manier auf, die mir zeigte, das ich ihnen lästig war.
Das letzte mal, als ich sie wegen Lärmbelästigung durch Trinker anrief, hieß es, ich solle nicht so empfindlich sein. Seither ist Feierabend mit der Stadtpolizei. Ich habe dort zum letzten mal angerufen. Wenn diese Leute glauben, mich so abwimmeln zu können, dann können sie mir am Buckel herunterrutschen.
Bei dieser Säufertruppe, die da draußen herumlungert, waren sie schon ein halbes Dutzend mal, aber außer Gerede geschah nichts. Und die VOGEWOSI und den Bürgermeister interessiert es nicht. Ich bin froh, wenn ich die Beamten nicht brauche. Geht man zur Stadtpolizei ins Rathaus, dann muß man sich auf eine unfreundliche Behandlung durch den Polizisten einstellen. Früher salutierten die Beamten noch vor dem Bürger, doch diese Zeiten sind längst Geschichte. Wer von der Stadtpolizei Hilfe erwartet, steht auf verlorenem Posten.
"Gib einem Menschen Macht und du siehst, welchen Charakter er hat."

