Was ist bei Ruefa los?
Ich habe eine von Ruefa organisierte Studienreise nach Frankreich, Atlantikküste gebucht.
Ruefa bewirbt seine Studienreiseleiter folgend: Ihre Begleiter für besondere Reise-Erlebnisse. Hinter jeder erfolgreichen Kultur- und Studienreise steht ein erfahrener Reiseleiter, der Sie mit Fachwissen, Lebendigkeit und Einfühlungsvermögen begleitet. Unsere Reiseleiter sind Experten in ihrem jeweiligen Zielland und kennen die kulturellen, historischen und geographischen Besonderheiten wie kaum ein anderer. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrer sozial kompetenten Art sorgen sie dafür, dass Ihre Reise nicht nur informativ, sondern auch angenehm und inspirierend wird.
Unser „Studienreiseleiter“ sprach weder französisch noch hat er je in Frankreich gearbeitet. Er kannte und wusste nichts von der Gegend, die wir bereist haben. Hätten wir nicht einen äußerst erfahrenen französischen Fahrer gehabt, der nicht nur zusätzlich perfekt englisch sprach sondern auch deutsch gut verstanden und ein bisschen gesprochen hat, wäre die Reise ein komplettes Desaster geworden. Etliche Programpunkte haben wir ohne Begleitung unseres „Reiseführers“ allein besichtigt, er saß in der Zwischenzeit in einem Lokal. Er war zwar ein netter junger Mann, seit 2 Jahren selbständiger „Reiseleiter“, seine bisherige Tätigkeit bestand nach seinen eigenen Angaben hauptsächlich aus Tagestouren mit Touristen in Wien, Melk und Hallstatt.
Auf meine Beschwerde nach der Rückkehr kam von Ruefa ein unverschämtes Schreiben: die Hotels wären in Ordnung gewesen, das Zeitmanagement hätte gestimmt, der Reiseleiter wäre sehr zuvorkommend gewesen,… Alles Dinge, die ich nicht beanstandet habe. Ich habe nur die komplette fachliche Unfähigkeit reklamiert, von der Ruefa informiert sein musste. Auf diese wurde von Ruefa mit keinem Wort eingegangen. Entschädigung oder vielleicht eine Entschuldigung - was das mindeste gewesen wäre – kam für Ruefa nicht in Frage. Das Schreiben hat aber jemand verfasst, der es nicht einmal gewagt hat, seinen Namen darunter zu setzen. Aber Fairness gegenüber den Kunden ist Ruefa ein ehrliches Anliegen - wird behauptet. Was ist hier Fairness, bitteschön? Die einwöchige Reise hat knapp € 3.000,-- pro Person nur mit Frühstück gekostet, also ein stolzer Preis für sehr wenig Gegenleistung. Auf Initiative meiner Reisebüroberaterin hätte man mir einen Gutschein für die nächste Reise gegeben, den ich abgelehnt habe. Gutschein abgelehnt, nun gibt es überhaupt nichts. Leite natürlich die Angelegenheit weiter, so eine dreiste Unverschämtheit muss man sich nicht gefallen lassen.
Das ist aber nicht die einzige negative Erfahrung mit Ruefa. Letztes Jahr wurde uns zustehendes Geld noch während unserer Reise eines anderen Veranstalters für einen nicht erbrachten Transfer an Ruefa überwiesen. Wochenlang musste ich kämpfen, um dieses Geld zu bekommen.
Auch heuer bekamen wir von einem Reiseveranstalter eine Rücküberweisung. Da nach 6 Wochen noch kein Geld da war, habe ich beim Veranstalter nachgefragt. Das Geld wurde irrtümlich nicht an meine Kreditkarte sondern an Ruefa überwiesen. Ruefa fand es in diesen 6 Wochen nicht der Mühe wert, uns zu verständigen geschweige das Geld zu überweisen. Hätte ich darauf vergessen, hätte es Ruefa einbehalten. Auch hier erfolgte die Rücküberweisung nicht problemlos, erst nach wiederholter Urgenz. Wenigstens eine Entschuldigung – wieder Fehlanzeige.
Ruefa ist für uns somit Geschichte. Aus Solidarität meiner Reisebürobetreuerin gegenüber haben wir im Reisebüro gebucht. Nach diesen Vorkommnissen ganz sicher nicht mehr.
