Statt Schwachstellen zu beseitigen, wird das Problem dem Kunden zugeschoben
Wir haben einen 2,5 Jahre alten ID.3. Anfang September hat die Ladeklappe blockiert und ließ sich nicht mehr öffnen. Einzige dauerhafte Lösung laut VW Vertragswerkstatt war, die Ladeklappe zu ersetzen. Das haben wir bei der VW Werkstatt für knapp 200 € machen lassen. 6 Wochen später hat die Ladeklappe beim Schließen in noch leicht geöffnetem Zustand blockiert. Sie ließ sich weder öffnen noch schließen. Da kein Spritzwasser oder Schmutz in den Ladestecker gelangen darf konnte das Fahrzeug nicht mehr genutzt werden.
Unsere VW Werkstatt kannte das Problem bereits von anderen Kunden. Einzige Lösung war wieder das Tauschen der Ladeklappe auf unsere Kosten.
Der Meister der VW Werkstatt hat uns mitgeteilt, dass es eine interne technische Information von VW gibt, die das Problem wie folgt beschreibt: "Wenn das Schließen der Ladeklappe durch manuelles Zudrücken mit der Hand zeitgleich mit dem Verriegeln des
Stellelementes der Ladeklappe erfolgt (zum Beispiel durch das automatische Verriegeln des Fahrzeugs), kann sich das
Stellelement in einer ungewollten Position unter Spannung verklemmen und somit blockieren." Der Werkstattmeister ergänzte, dass der Stellenmechanismus dabei bricht und deshalb die Ladeklappe getauscht werden muss.
Volkswagen lehnt eine Übernahme der Kosten ab. Der Meister der VW-Werkstatt sagt klar, dass dieser Mechanismus eine Schwachstelle ist, VW aber offiziell behauptet -im Widerspruch zur internen technischen Information-, dass dieses Problem nur bei fehlerhafter Nutzung durch den Kunden auftritt.
Es ist ein Armutszeugnis, dass VW diese bekannte Schwachstelle nicht beseitigt, die bei normaler Nutzung der Ladeklappe zur Zerstörung des Schließmechanismus führen kann und stattdessen behauptet dass der Kunde einen Fehler gemacht hat.








