Tolles Projekt, Organsation leider versagt
Ich bin Anfang letzten Monats für einen Monat nach Holbox gereist und habe dort ein Freiwilligenprojekt in einem Tierheim auf der Insel gemacht. Da dies meine erste alleinige Reise so weit von Deutschland weg war, habe ich gedacht ich suche mir lieber Unterstützung von einer Organisation, die mir vielleicht vor Ort und auch vorher helfen kann. Ich recherchierte was im Internet und fand schlussendlich dann diese Organisation hier. Alles was nun folgt sind meine persönlichen Erfahrungen und Empfindungen. In Deutschland wurde man wirklich super gut vorbereitet: man bekam regelmäßige Emails mit Informationen und konnte wirklich viele Fragen stellen und man hatte sogar einen Monat bevor die Reise losging ein Onlineseminar. Also wirklich super Organisation und Hilfe bevor man auf Reise geht. Dafür die beiden Sterne, die ich gebe. Ich habe die Flüge selbst gebucht und das einzige was die Organisation kostenmäßig übernommen hat war das Hostel, in dem ich untergekommen war und das inbegriffene Frühstück sowie den Transfer vom Flughafen zum ersten Hostel in Playa del Carmen, wo die Einführungsveranstaltung stattfand. Alle zusätzlichen Kosten wie Shuttles, Flughafentransfers usw. musste ich später noch zusätzlich oben drauf selbst bezahlen. Ich habe an die Organisation schon ziemlich viel Geld bezahlt und dafür sehr wenig zurückbekommen. Zudem habe ich nachher herausgefunden, dass mein Projekt garkein Geld gesehen hat. Kommen wir nun mal zu meiner Unterkunft vor Ort: Ich war im Che Hostel Holbox untergebracht, was ca. 15 Minuten zu Fuß vom Strand und auch vom Tierheim weg war. Ich habe mit 9 anderen Mädels in einem Raum geschlafen, wo leider in den meisten Fällen die Klimaanlage nicht geklappt hat. Naja soweit für mich noch kein Grund sich zu beschweren, allerdings kommt jetzt hinzu, dass dieses Hostel das absolute Partyhostel der Insel ist und jeden Abend quasi vor meinem Zimmer Party war und immer bis 24/1 Uhr laut Musik gespielt wurde. Für ein paar Tage oder am Wochenende super, aber wenn man dort für einen Monat lang schlafen soll und morgens um 8/9 Uhr ins Tierheim muss, weil man dort aushelfen möchte, eher unpassend. Ich habe also fast garnicht geschlafen dort und die Leute die dort waren, waren meistens 2-3 Nächte dort und haben Party gemacht und waren dann wieder weg, weshalb man leider nicht wirklich feste Gruppen finden konnte. Zudem habe ich herausgefunden, dass dieses Hostel eins der teuersten auf der gesamten Insel ist und viele trotzdem deutlich weniger bezahlt haben als ich. Sprich die Organisation hat sich ziemlich viel meines Geldes in die eigene Tasche gesteckt. Ich kann euch nur raten, wenn ihr in lateinamerikanische Länder wie Mexiko reisen wollt, dann macht dies auf eigene Faust. Bei meinem Projekt (Refugio Animales Holbox) übrigens total toll war, hätte ich auch einfach ohne Organisation aushelfen können, da die dort wirklich um jede helfende Hand glücklich und dankbar sind. Grundsätzlich ist es so, dass man fast überall als Freiwillige aushelfen kann, wenn man persönlich mal nachfragt. Dies haben mir auch einige andere Reisende erzählt, die einfach selbst mit Backpack reisen. Die Insel ist das tollste Paradies, allerdings für einen Monat auch ein bisschen langweilig, weil man leider nicht ganz so viel machen kann. Die Organisation sagte mir vorher, dass es nicht schlimm sei, dass ich kaum Spanisch sprechen würde und dass sie mir für meinen ersten Tag im Tierheim einen Dolmetscher stellen würden, der alles übersetzt und alles mit mir bespricht. Englisch ist in diesen Ländern nämlich oft sehr schwierig. An meinem ersten Tag hatte ich natürlich keinen Dolmetscher bekommen und hatte generell das Gefühl es wurde garnicht kommuniziert, dass ich als Freiwillige kommen würde. Sie waren zwar super dankbar, aber alles lief sehr chaotisch ab. Auch als ich der Organisation vor Ort nochmal über WhatsApp eine Frage bezüglich meiner Abreise stellte, lautete die Antwort quasi so, ja das ist ein Problem aber kümmer dich bitte selber darum. Das verstehe ich leider nicht unter einer Organisation, die auch vor Ort helfen sollte und auch damit wirbt. Zusammenfassend würde ich also sagen, dass das Projekt wirklich wirklich toll war, genauso wie die Insel selbst, allerdings dafür keine Organisation notwendig ist und ich dadurch leider auch viel zu viel Geld verloren haben, das ich wiederum für andere Reisen hätte benutzen können. Schade um die Erfahrung mit dieser Organisation, trotzdem bin ich sehr dankbar für die unglaublich tolle Reise und Erfahrung im Projekt.