Desaströse Infrastruktur
Nach ein paar Tagen im wunderbaren, funktionierenden Barcelona ging es zurück nach Berlin. Und hier holte uns der desaströse Zustand der hiesigen Infrastruktur wieder einmal ganz hart ein. Am BER funktionierte trotz monatelanger Renovierung nur jedes zweite Laufband. Auch eine der beiden Rolltreppen zur Gepäckausgabe war defekt. Der Lift (es gibt ja keine Rolltreppen zu den Bahngleisen runter) zu den Gleisen fuhr die Etage -1 nicht an. Wir mussten einen anderen Lift nehmen, der nicht defekt war. Nun begaben 300 Fahrgäste sich in die Regionalbahn RE7, um in die City zu fahren. Nach langem Warten die Durchsage: Zug defekt, 300 Fahrgäste mussten sich zu dem Zug auf Gleis 4 bewegen, um mit der RE14 in die City zu gelangen.
Die Airportzüge fahren auch nicht - wie in jeder anderen Stadt der Welt - zügig vom Airport in die City. Sondern an jeder Station wird lang gehalten, weil die Gleise vermutlich überlastet sind.
Der Alex wird bereits seit Langem - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr von der M4 angefahren, also muss man hunderte Meter durch Grünzeug zur Haltestelle Alexanderplatz Mehmhardstrasse laufen. Dort wollten wir die M4 nehmen. Die Anzeigetafel teilte uns mit, dass diese wegen eines Unfall verspätet ist.
All dies zusammengenommen sorgte bei uns (wie auch bei den anderen internationalen Gästen) für Kopfschütteln und Unverständnis. Dass die Infrastruktur und der Nahverkehr in Berlin mittlerweile das Niveau eines Entwicklungslandes erreicht haben - ist wirklich beschämend.