Ein „Neuanfang“ sieht definitiv anders aus!
Ich war 2025 im Zuge der Maßnahme „RAN-Reha als Neuanfang“ im BBRZ Lassallestraße. Mir wurde diese Einrichtung vom AMS als großartige Institution und Chance für arbeitslose Menschen mit Behinderung und insbesondere Jene mit Berufserkrankung nahegelegt. Die Realität ist leider eine völlig andere.
Von individueller Unterstützung fehlt jede Spur. Auf persönliche Lebensumstände wird keinerlei Rücksicht genommen, Verständnis oder Empathie sucht man dort vergeblich. Statt echter Hilfe erlebt man bürokratische Kälte und starre Formalismen.
Es wird mit vielversprechenden Umschulungs- und Ausbildungsangeboten geworben – doch wenn es konkret wird, folgen plötzlich eine Reihe fragwürdiger, teils widersprüchlicher „Begründungen“, warum genau die gewünschte Maßnahme angeblich nicht möglich ist. Man fühlt sich hingehalten und systematisch ausgebremst.
Die sogenannte „Beratung“ war für mich – gelinde ausgedrückt – enttäuschend und frustrierend. Statt Unterstützung erfährt man Bevormundung, statt Wertschätzung erlebt man Einschüchterung und der Umgangston ist herablassend, autoritär und respektlos. Man wird nicht als erwachsener Mensch wahrgenommen, sondern wie jemand, dem man ständig erklären muss, was angeblich gut für ihn ist – ungeachtet der eigenen Lebensrealität oder beruflichen Erfahrung.
Wortklaubereien und Haarspaltereien ersetzen hier offenbar echte Lösungsorientierung. Konstruktive Gespräche? Fehlanzeige! Statt Perspektiven zu eröffnen, fühlt man sich klein gemacht und entmutigt.
Von einem Reha-Institut sollte man Unterstützung, Fachkompetenz und Menschlichkeit erwarten dürfen. Zurück bleibt bei mir vor allem eines: Enttäuschung, verlorene Zeit und unnötiger psychischer Stress.
Ein „Neuanfang“ sieht definitiv anders aus!