Standard Firebird V benötigt DRINGEND mehr Aufmerksamkeit und vielleicht auch mal Markenalternativen
Ich liebe die Firebird. Deswegen nehme ich auch nur auf diese Bezug.
/////Pro\\\\\
Kommen wir erstmal zum Guten
1.)
ENDLICH bauen Epiphone die klassische Firebird V mit echtem Neck-thru und einem Belly Cut, was ihr nicht nur das Feeling verleiht, das ich so sehr liebe, sondern auch endlich das ganze nach Firebird klingen lässt.
Hier präferiere ich die Standard-Variante ohne Tremolo, denn für mich ist eine Firebird V am schönsten, wenn sie die blanke Gitarre ist.
2.)
Hiermit kommen wir zum zweiten Pro. Die Epiphone Firebird VS war eine der großartigsten Gitarren, die ich in Händen halten durfte.
Sicher, sie hat keine Fretnibs, sie hat den schlichteren Headstock und die Buchse musste nachgezogen werden, aber alles in allem läuft diese Gitarre rund und es ist endlich die Möglichkeit, für kleinere Budgets auch an eine Firebird zu kommen, die sich auch wie eine solche anfühlt.
3.)
Wenngleich dieses Pro nicht mehr aktuell ist, so will ich es erwähnen.
Eine Gibson Firebird V in Ebony von 2011 war/ist meine Traumgitarre, auch, wenn ich sie damals nicht mitnehmen konnte, weil ich sie mir nie hätte leisten können, hat mich seitdem die Firebird gepackt und nie wieder losgelassen. Ich ich war überglücklich, genau DIESE Gitarre gebraucht wiederzufinden.
/////Kontra\\\\\
Nun gibt es aber auch leider ein paar Kontra-Punkte, die mir das ganze etwas madig machen.
1.)
Die Odyssee der Epiphone Firebird Ruby Red...
Nein, grundsätzlich halte ich auch diese Epiphone für kein schlechtes Instrument und obwohl die Nachfolgerin der Vintage Sunburst nun durchaus teurer geworden ist, orderte ich sie, da mir die Vintage Sunburst ein wirklich positives Bild von Epiphone vermittelte.
Die Ruby Red klang, wie zu erwarten, absolut fantastisch und sie wurde schnell eine meiner meistgespielten Gitarren, jedoch musste ich auch feststellen, dass hier das Griffbrett bis zum Spreißeln ausgetrocknet und bleich war und die Bundstäbchen einen ordentlichen Abstand zum Griffbrett hatten. Definitiv sind sie nicht rausgesprungen, die Gitarre war perfekt intoniert und bundrein.
Ich war bei zwei Gitarrenbauern und sie prognostizierten, dass das gesamte Griffbrett neu ausgerichtet werden und die Bünde komplett ausgetauscht werden müssten, was definitiv kein kleiner Qualitätsmangel für eine 900 € Gitarre ist. Bedenkt bitte, dass es Menschen mit kleinerem Budget gibt und dieser Preis immerhin immer noch mit einer MiM-Fender vergleichbar ist!
Behalten habe ich sie trotzdem, weil ich sie ohnehin mit Edelstahlbünden ausstatten lassen will.
Allerdings gab ich der Ruby Red einen zweiten Anlauf und diese kam mit einem angebrochenen Headstock an. Die habe ich auch umgehend retour geschickt.
Dass also !!zweimal in Serie!! solch starke Verarbeitungsmängel bei einer 900 € Gitarre auftauchen, geht für mich gar nicht. Wir reden hier von oberem Mittelfeld und nicht irgendeinem 60 € Gammelschrottteil.
2.)
Mangelhafte Verfügbarkeit und Vielfalt bei der Standard Firebird und dieses Problem betrifft Gibson und Epiphone gleichermaßen.
Hier stört mich immens, dass ich bei Epiphone genau !!eine!! Farbe gleichzeitig zur Auswahl habe und diese wunderschönen Gitarren seit Jahren in 90 % sämtlicher Musikgeschäfte chronische Mangelware sind.
Ich würde mir also definitiv mal mehr Auswahl wünschen, wenigstens bei Epiphone wäre es locker möglich, diese Gitarre mehr unter die Leute zu bringen, denn ich kenne so einige, die gerne eine Firebird spielen wollten, sie aber wegen mangelnder Verfügbarkeit oder zu teurer Preise nicht kaufen wollen.
3.)
Die Preise sind übel.
Bei den Standard-Firebird V ist das nicht so schlimm, denn ich sehe ein, dass man da für eine Gibson um die 1.900 hinlegt und für eine Epiphone zwischen 700 bis 900.
Was ich nicht einsehe, ist, wenn besagte Firebirds so weg rationalisiert sind, dass man dann nur noch Custom Shop und Reissue für ca 7.000 bis 10.000 und Epiphones für 1.900 sieht, womit eine Gitarre "Made in China" plötzlich so teuer ist, wie eine originale Gibson "Made in USA".
Was mich am meisten ärgert, ist, dass ich dann nicht einmal die Wahl habe, ob das Teil dieses ätzende Maestro-Tremolo hat oder nicht.
Only realistic prices = Order.
/////Vorschläge\\\\\
Bitte, gebt eurer Standard-Firebird (und gönnt !!ALLEN!! von Epiphone) wieder ihren ikonischen, wunderschönen Headstock. Der schlichte ist zwar auch ok, aber der andere ist einfach viel schöner.
Euch bricht kein Zacken aus der Krone, wenn die Epiphones ebenfalls ein Pickguard bekommen, in welchem der Vogel eine Gravur ist (immerhin habt ihr den Billigvogel gegen den schöneren getauscht). Auch Fretnibs wären großartig.
Edelstahlbünde für alle (Standard-)Firebirds wären toll. Ich will diese Gitarren vor allem intensiv spielen.
16. November 2024
Bewertung ohne vorherige Einladung